Montag, 31. Oktober 2016

10 Fakten zu Horrorfilme - Special (2016)

Herzlich willkommen bei einem neuen Post auf meinem Filmblog! Jedes Jahr am 31. Oktober findet Halloween statt. Kleine Kinder verkleiden sich, ziehen um die Häuser, klingeln bei diversen Leuten, nur um die Parole ,,Süßes oder Saures" aufzusagen und hoffen, dass sie ein paar Süßigkeiten bekommen. Ältere Menschen verbringen ihre Zeit meistens auf einer Halloween-Party, wo sie Motto getreu verkleidet sind. Dennoch gibt es zu Halloween eine weitere Aktivität, die insbesondere Filmfans tätigen: sie schauen Horrorfilme. Und wenn man mal ehrlich ist, gibt es einen besseren Zeitpunkt im Jahr, als dass man zu Halloween einen Horrorfilm schaut? Deshalb gibt es heute ein kleines Horror-Special, wo ich Dir zehn Fakten zu Horrorfilme vorstelle.

Fakt 1

Ich fange mal relativ harmlos an. Die Darsteller aus dem Found Footage Film The Blair Witch Project bekamen ihre Skripte nicht alle auf einmal. Um zu wissen, wie die Handlung weiter verläuft, mussten sie mithilfe von GPS-Geräten die Skripte selbstständig finden. An den Fundorten waren Behälter hinterlegt, in denen sich nur wage Plot-Anweisungen befanden. Deshalb mussten die Dialoge von den Darstellern vollständig improvisiert werden.

Fakt 2

Paranormal Activity ist ein weiterer Found Footage Film, der ungefähr die selbe Herangehensweise besaß, wie im vorig genannten The Blair Witch Project: ein Skript war nicht vorhanden, die Schauspieler bekamen nur grobe Anweisungen und die Dialoge waren improvisiert. Das Besondere an Paranormal Activity ist aber der Erfolg. Das Produktionsbudget des Film betrug lediglich 15.000 US-Dollar, was für eine Filmproduktion mickrig ist. Weltweit nahm der Horrorfilm 193 Millionen US-Dollar ein.

Fakt 3

Zombies sind nach wie vor in aller Munde, nicht zuletzt aufgrund der Zombieserie The Walking Dead. Der allererste Film mit Zombies ist nun schon über hundert Jahre alt. White Zombie aus dem Jahr 1932 war aber der erste bekannte Zombiefilm und war maßgeblich an der Darstellung des Untoten beteiligt. Trotzdem wurde er damals noch nicht so dargestellt, wie man ihn heute kennt. Dafür war aber bereits das Motiv des Voodoo-Kults zu erkennen. Den Zombie den man heute kennt, mit verwesender Haut und Lust auf Menschenfleisch, wurde durch den revolutionären Film The Night of the Living Dead (Die Nacht der lebenden Toten) aus dem Jahr 1968 von George A. Romero der breiten Masse bekannt gemacht.

Fakt 4

Stanley Kubrick ist für seine perfektionistische Art bekannt, denn er ließ die kleinsten Szenen mehrfach drehen und brachte die Schauspieler bis zu ihren physischen und psychischen Grenzen. Dabei hat der Horrorfilm Shining, aus der Feder des legendären Horrorautors Stephen King, die am öftesten wiederholte Szene der gesamten Filmgeschichte. Die Szene, in der Jack Nicholson mit der Axt die Tür einschlägt und dabei wie ein wahnsinniger ,,HERE IS JOHNNY!!!" ruft, wurde ganze 127-mal gedreht und hält damit bis heute den Rekord im Guinness-Buch der Rekorde.

Fakt 5

Und ich bleibe gleich mal bei Shining. Obwohl Stanley Kubrick so streng zu seinen Darstellern war, kümmerte er sich um den damaligen Kinderdarsteller Danny Lloyd, der damals gerade mal sechs Jahre alt war, besonders fürsorglich. Er erzählte ihm immer wieder, dass sein Film ein Drama sei und hielt ihn von jeglichen Horrorszenen fern. Eines Tages kam er aber unerwartet ans Set, als Jack Nicholson gerade die ,,HERE IS JOHNNY!!!"-Szene drehte. Als Jack den kleinen Dan sah, nahm er die Axt und fing an zu tanzen, hüpfen und herumzualbern. Den Film sah Danny erst mit 17 Jahren und erkannte schließlich, dass es sich um einen Horrorfilm handelte. Neben Shining drehte er noch einen anderen Film, gab aber das Schauspiel auf. Heute ist er Lehrer und unterrichtet Biologie.

Fakt 6

Zum Release zu Das Omen wurde ein Werbefeldzug betrieben, indem man diverse Plakate druckte. Nach dem Film wurde der Kinobesucher darauf aufmerksam gemacht, dass der Film als Sneak Preview am sechsten Tag des sechsten Monats im Jahr 1976 in mehreren Kinos lief. Auf den Plakaten war die Zahl ,,666" zu sehen, die als Zahl des Teufels bekannt ist. Ein Kinobesucher war davon dermaßen schockiert, dass er einen Nervenzusammenbruch erlitt.

Fakt 7

Die Puppe aus Chucky die Mörderpuppe trägt den Namen Charles Lee Ray und stellt einen Serienkiller dar. Der Name wurde aber nicht willkürlich gewählt, sondern ist eine Zusammensetzung aus drei berühmt-berüchtigten Mördern der USA. Charles steht für Charles Manson. Er war der Anführer der Manson Family und brachte junge Frauen zum Morden. Das berühmteste Opfer war die Schauspielerin Sharon Tate, die zu seinerzeit als eine der schönsten Frauen der Welt galt. Lee steht für Lee Harvey Oswald. Er war der mutmaßliche Mörder von John F. Kennedy, dem 35. Präsidenten der USA. Und Ray steht für James Earl Ray, den Attentäter des Bürgerrechtlers Martin Luther King Jr..

Fakt 8

Nun werden die Fakten etwas krasser. Im Jahr 1982 erschien der Film Poltergeist, der von Steven Spielberg produziert wurde und der auch das Drehbuch beisteuerte. Nach dem Release stand der Film immer wieder in den Schlagzeilen, und das nicht immer positiv. Es war vom ,,Poltergeist-Fluch" die Rede, da diverse Darsteller nach der Veröffentlichung der Filme verstarben. Besonders aufmerksam wurden die Medien nach dem Tod von Dominique Dunne, die im selben Jahr von ihrem Freund John Thomas Sweeney erwürgt wurde. Ein weiterer Todesfall kam 1988 an die Öffentlichkeit. Heather O'Rourke, die die junge Carol Anne darstellt, starb im Alter von zwölf Jahren aufgrund von Darmverschluss. Diverse Crewmitglieder sprachen davon, dass rätselhafte Unfälle und mysteriöse Ereignisse am Set geschahen. Viele Leute behaupten, dass der Fluch daher stammt, da im Film echte Skelette verwendet wurden, weil diese billiger als Replikate waren.

Fakt 9

In dem Film Day of the Dead (Zombie 2 - Das letzte Kapitel) sehen die Gedärme äußerst realitätsnah aus. Der Grund dafür ist ganz einfach: sie sind es auch. Die verwendeten Gedärme stammten von Schweinen. Insbesondere Joseph Pilato tat sich damit schwer, denn die Eingeweide waren schon mehrere Tage alt und wurden ungekühlt aufbewahrt, wodurch sie zu stinken begannen.

Fakt 10

Im Jahr 1973 erschien einer der gruseligsten Horrorfilme aller Zeiten: Der Exorzist. Damals, während des Drehs, galt das Set als verflucht. William Peter Blatty, der Autor des Romans und des Drehbuchs, ließ das Set mehrmals von Priestern segnen. Ein Brand zerstörte beinahe das ganze Set, bis auf das Kinderzimmer von Regan. Weitere mysteriöse Ereignisse und Vorkommnisse geschahen am Set, Linda Blair erhielt Morddrohungen und neun Menschen starben während des Drehs. Der bekannteste Fall war der Tod von Jack MacGowran, der an einer Grippe starb.

Donnerstag, 13. Oktober 2016

BATMAN V SUPERMAN: DAWN OF JUSTICE - Kritik (2016)

Trivia

Originaltitel: Batman v Superman: Dawn of Justice
Genre: Action / Drama / Sci-Fi / Superheldenfilm
Laufzeit: 151 Minuten
Produktionsfirmen: Cruel & Unusual Films / DC Entertainment / RatPac-Dune Entertainment / Warner Bros. Pictures
Produktionsland: USA
Erstausstrahlung: 19. März 2016
Deutschsprachige Erstausstrahlung: 24. März 2016
Altersfreigabe: ab 12 Jahre

Drehbuchautoren: David S. Goyer, Chris Terrio
Komponist: Hans Zimmer, XL Junkie
Regisseur: Zack Snyder

Schauspieler: Henry Cavill, Ben Affleck, Gal Gadot, Jesse Eisenberg, Amy Adams, Jeremy Irons, Holly Hunter, Scoot McNairy, Jason Momoa, Ezra Miller, Ray Fisher, Michael Shannon, Kevin Costner, Laurence Fishburne, Diana Lane, Lauren Cohan, Jeffrey Dean Morgan

Kurzinhalt

Zahlreiche Jahre bekämpfte Bruce Wayne als Batman [Ben Affleck] in Gotham City das Verbrechen. Eines Tages wird er Zeuge, wie General Zod Metropolis in Schutt und Asche verwandelt. Dabei stürzt auch ein Gebäude ein, welches ein Sitz seines Unternehmens ist, und zahlreiche Menschen sterben. Bruce gibt Superman [Henry Cavill] die Schuld und beginnt seine Planung, wie er ihn ausschalten kann.

Der Kampf der Giganten

Bevor ich mit meiner Kritik beginnen möchte, will ich noch kurz anmerken, dass ich noch keinerlei Erfahrung mit den DC-Comics gesammelt habe. Trotzdem habe ich mich mit Batman bereits vertraut gemacht, denn ich bin ein großer Fan der ,,The Dark Knight Trilogy" von Christopher Nolan und mag ebenfalls die ,,Arkham" Videospiele von Rocksteady Studios. Da ich gerade meine eher spärliche Kenntnis zu Batman verraten habe, werde ich deshalb diesen Film aus der Sicht eines normalen Kinogängers schildern, mitsamt meiner Positiv- und Negativpunkten. Außerdem bezieht sich meine Review nicht zum Ultimate Cut, sondern zur normalen Kinofassung.

Bevor ich vor einigen Tagen mir das Prequel zu Batman v Superman: Dawn of Justice ansah, nämlich Man of Steel, hatte ich eine gewisse Erwartungshaltung, denn Christopher Nolan war Produzent des Films und schrieb auch das Drehbuch dazu. Als ich mir den Film dann anschaute, wurde ich von Minute zu Minute skeptischer. Ums kurz zu fassen: ich war enttäuscht von dem Film. Dennoch wollte ich mir aufgrund von Suicide Squad die bisherigen Filme des DC Extended Universe ansehen, damit ich über die notwendigen Hintergründe Bescheid weiß. Deshalb hab ich mich zwei Tage später erneut ran gesetzt und mir den diesjährig erschienen Batman v Superman angesehen. Der Hype rundum den Film ist mir damals nicht entgangen und auch, dass er von den Kritikern praktisch zerrissen wurde. Ich ließ für den Film beides außer Acht, bis auf meine Meinung zum unterdurchschnittlichen Man of Steel.

Während des Films fällt einem eines sofort auf: Ben Affleck verkörpert einen anderen Batman, wie man ihn kennt. Denn normalerweise tötet Batman nicht und Schusswaffen gehören ebenfalls nicht zu seinem Repertoire. Zack Snyder hatte offenbar eine etwas andere Interpretation seines Batmans, wobei ich darüber nichts Negatives sagen kann, da die Figur der Fledermaus wahrlich interessant ist. Die Story des Films inspirierte sich stark an das Graphic Novel "Batman - Die Rückkehr des dunklen Ritters" von Frank Miller, das ich definitiv noch lesen werde. Dennoch muss ich sagen, dass die Geschichte rundum Batman v Superman insgesamt enttäuschend ausfiel. Der Plot ist für Leute die mit dem DC Universum nichts am Hut haben schwer verständlich. Nur wenige Sachen werden für den Zuschauer erklärt, wie beispielsweise die tausendfach durchgekaute Origin-Story zu Bruce Wayne oder wie der Konflikt zwischen den zwei Superhelden entstand. Desweiteren braucht der Film extrem lange, bis er überhaupt in Fahrt kommt. Denn bis im Film überhaupt Spannung aufkommt, ist die Hälfte der Laufzeit bereits überschritten. Zudem kommt es zum Kampf zwischen den beiden erst relativ spät. Und wenn endlich gekämpft wird, dann nicht besonders lange. Ansonsten bleiben die meisten Figuren größtenteils blass und die Dialoge sind ebenfalls eher dürftig. Gekrönt wird das alles mit dämlichen Logikfehlern, die ausmerzbar gewesen wären. Trotzdem hat der Film einige wirklich coole und gute Momente, wie zum Beispiel der Auftritt von Wonder Woman [Gal Gadot]. Solche kleinen Dinge reißen bei dem Film doch noch einiges heraus, weil beim Aspekt Drehbuch wäre einiges mehr drin gewesen. Immerhin hatte der Film ein fast gutes Ende. Fast, weil die letzte Szene wohl wieder mal alles versaut hat. Wieso schafft man es einfach nicht, eine Geschichte konsequent zu Ende zu erzählen? Ist die Zeit knapp geworden? Vielleicht fehlte auch jeglicher Mut. Klar ist Justice League bereits angekündigt, aber dann hätte ich niemals solch ein Ende gewählt. Daran merkt man eben, dass der Film von seiner Action und den guten Effekten lebt, weshalb auch das Drehbuch merklich vernachlässigt wurde. Hier herrscht ganz klar der Stil über die Substanz. Man hätte sich mit dem Drehbuch wirklich etwas mehr Mühe geben können, denn die Batman Filme von Nolan zeigen eindeutig, zu was DC-Filme fähig sein können.

Doch nun ist genug gemeckert worden. Der Film hat genauso seine guten Seiten. Das Positivste an dem ganzen Film ist wohl, dass diese grauenvolle Kameraarbeit aus Man of Steel nicht übernommen wurde. Andauernd sah man im Prequel nervige Zoom-Ins und Zoom-Outs, und die Kamera hat über den ganzen Film lang nur gewackelt, auch wenn gerade eine ruhigere Szene gefilmt wurde, bzw. ein Dialog vonstatten ging. Das hat nun sein Ende und Batman v Superman setzt auf eine ordentliche Kameraarbeit. Ich weiß einfach nicht, was sich der alte Director of Photography dabei gedacht hat und was er damit bezwecken wollte, bis auf das eventuelle Bedürfnis zum Kotzen. Der neue Kameramann hat aber wirklich schöne Bilder von der Natur und Sonstigem aufgenommen, die dem Film zwar nur gering zugutekommen, aber schön anzusehen sind. Was aber einen starken Einfluss auf Dawn of Justice hatte, ist wohl die unglaublich teure Production Value. Batman v Superman hatte ein Gesamtkapital von ca. 330 Millionen Dollar, wobei davon ca. 100 Millionen ins Marketing floss. Diese 250 Millionen die man für die Produktion zur Verfügung hatte, wurden mehr als gelungen eingesetzt. Gut zu sehen ist dies bei Batmans Kostüm, das einfach nur überragend aussieht. Zudem sind die Effekte gut eingesetzt und sehen auch dementsprechend stimmig aus. Zu den Musikstücken von Hans Zimmer brauche ich eigentlich nichts großartig sagen, da diese ohnehin jedes Mal fulminant und einfach nur überragend sind. Zu guter Letzt muss ich noch auf die Darsteller eingehen, weil dort gibt es ebenfalls noch etwas Erwähnenswertes. Die Schauspieler spielen überwiegend solide. Doch gibt es trotzdem eine Person, die unter den Akteuren eindeutig heraussticht. Und diese Person ist niemand Geringeres als Ben Affleck. Damals hatten viele Leute Bedenken, ob Ben Affleck in die Fußstapfen eines Michael Keaton oder Christian Bale treten kann. Denn es ist nicht unbekannt, dass Ben Affleck bereits in einem Superheldenfilm zu sehen war, nämlich in Daredevil, wo er den gleichnamigen Helden und Matt Murdock verkörperte. Trotzdem gibt es nichts anderes zu sagen, als dass Ben ein kleiner Lichtblick für den Film ist und die Figur des Batman fantastisch darstellt. Hoffentlich ist das auch bei den kommenden DC-Filmen der Fall, wünschenswert wäre es jedenfalls.

Fazit

Obwohl der Film am Anfang des Jahres sehr stark gehypt wurde, wird dieser seinem Hype nicht annähernd gerecht. Der Film hat definitiv nicht sein vollstes Potenzial ausgeschöpft. Wenn man nur das Drehbuch überarbeitet hätte, wäre dem Film so viel mehr zuzutrauen. Zudem habe ich mir unter dem Titel etwas mehr vorgestellt, als nur einen kleinen Kampf. Technisch gesehen macht der Film aber alles richtig, mitsamt der Kamera, die dieses Mal solide ist. Ansonsten ist noch Ben Affleck hervorzuheben, der seine Sache als Bruce Wayne/Batman ausgezeichnet macht! Dennoch muss ich sagen, dass Batman v Superman nicht der beste Film auf meiner Jahresliste wird, aber einen Platz im Mittelfeld ergattern kann.

Wertung: 5/10 Punkte