Montag, 19. Dezember 2016

FINDET NEMO - Kritik (2016)

Trivia

Originaltitel: Finding Nemo
Genre: Abenteuer / Animationsfilm / Drama
Laufzeit: 100 Minuten
Produktionsfirmen: Pixar Animation Studios / Walt Disney Pictures
Produktionsland: USA
Erstausstrahlung: 30. Mai 2003
Deutschsprachige Erstausstrahlung: 20. November 2003
Altersfreigabe: ab 0 Jahre

Drehbuchautoren: Andrew Stanton, Bob Peterson, David Reynolds
Komponist: Thomas Newman
Produzenten: John Lasseter, Jinko Gotoh, Graham Walters
Regisseur: Andrew Stanton, Lee Unkrich

Deutsche Sprecher: Anke Engelke, Christian Tramitz, Domenic Redl, Florian Simbeck, John Friedmann, Martin Umbach, Udo Wachtveitl, Claudia Lössl, Kai Taschner, Frank Lenart, Thomas Fritsch, Jean Pütz, Michael Gahr

Englische Sprecher: Albert Brooks, Ellen DeGeneres, Alexander Gould, Willem Defoe, Brad Garrett, Allison Janney, Austin Pendleton, Stephen Root, Vicki Lewis, Joe Ranft, Geoffrey Rush, Andrew Stanton, Elizabeth Perkins, Barry Humphries, Bill Hunter, Bob Peterson, Nicholas Bird, Eric Bana, Bruce Spence, LuLu Ebeling, Jordan Ranft, Erica Beck, Erik Per Sullivan, John Ratzenberger

Trailer: bit.ly/IchmagSchwimmen

Kurzinhalt

Marlin lebt mit seiner Frau Cora ein glückliches Leben, die sich an ihrem neuen Zuhause erfreuen und auch noch in Bälde Eltern werden. Eines Tages bemerken die beiden jedoch, dass die Gegend komplett verlassen ist und ein Barracuda sie im Visier hat. Im Kampf gegen den Barracuda wird Marlin getroffen und verliert das Bewusstsein. Als er wieder aufwacht, bemerkt er, dass Cora und seine Kinder von der Bestie gefressen wurden. Ein Ei hat aber überlebt, das er Nemo nennt. Nach einem Zeitsprung sieht man, dass Nemos erster Schultag ansteht. Übervorsichtig bringt Marlin ihn in die Schule und ratet ihm, dass das Meer gefährlich sein kann. Marlin hört aber, dass die Klasse einen Ausflug zur Schlucht tätigt, weshalb er ihnen hinterher schwimmt und Nemo beschützen will. Dort angekommen muss er mit ansehen, wie Nemo eine Mutprobe absolviert, indem er zu einem nahegelegenen Boot hinausschwimmt. Als er sich wieder zu seinem Vater begeben möchte, wird er dabei von einem Taucher gefangen genommen und entführt. Daraufhin macht es sich Marlin zur Aufgabe seinen Sohn zu retten und lernt dabei die Doktorfisch-Dame Dorie kennen.

Mein allererster Film

Aktive Leser meines ersten Beitrags dürften bereits wissen, dass Findet Nemo mein allererster Film war. Mit vier Jahren bin ich damals im Kino gesessen und habe das Abenteuer rund um die Meerestiere mitverfolgt. Denn schon im Kindesalter konnte ich mich für Film und Fernsehn faszinieren, weshalb ich bereits in meinen jungen Jahren oft vor der Glotze saß. Besonders Findet Nemo kann ich es verdanken, dass ich das Medium Film heute so wertschätze, wie es ist. Gleichzeitig gehört das Genre des Animationsfilms zu meinen liebsten, bei dem ich jederzeit mal gerne einen Film schaue. Dennoch war ich anfangs skeptisch, ob mir das Werk aus dem Hause Pixar noch heute gefallen würde. Diese Sorge ist deshalb berechtigt, weil nicht immer alles gut ist, was man als Kind gesehen hat. Beispielsweise gehört das Cars Franchise zu den schlechtesten Animationsfilmen von Disney und Pixar, obwohl ich den ersten Teil als Kind mochte. Aber bei Findet Nemo stellte sich das als Fehleinschätzung heraus.

Gleich zu Beginn merkt man, welch eine schöne Optik das Unterwasser-Abenteuer bietet. Für meinen Teil würde ich sagen, dass ich visuell noch nie eine bessere Unterwasserwelt im Bereich Film gesehen habe, als in Findet Nemo. Überall sind tolle Effekte zu finden, die besser als in manch' einem anderen Film sind. Die Animationen sind seinerzeit und auch heute noch erstklassig und können mit den Animationen der heutigen Filme von Disney, DreamWorks, Pixar oder anderen Produktionsteams mithalten. Die Welt, in die man eintaucht, ist so weit das Auge reicht nur mit Detailverliebtheit gespickt. Es ist wirklich unglaublich, was man an Details finden kann, wenn man besonders darauf achtet, sodass man sich an der visuellen Optik einfach nicht sattsehen kann. Darauf baut dann auch diese Unterwasser-Atmosphäre auf, bei der man denkt, dass man mitten drin wäre. Unterstützt wird die Atmosphäre von der Musikuntermalung und dem Sound. Der Soundtrack ist wundervoll in Szene gesetzt worden, der immer passend zur Situation gespielt wird. Der Sound umfasst dabei die Soundeffekte, Umgebung und weiteres. Hier komme ich erneut auf den Punkt mit dem Detailgrad, da der Film eine derart hervorragende Klangkulisse aufweist, die vor Feinheiten nur so strotzt. Die Cutter/in, Designer/in und Tonmänner/frauen haben im audiovisuellen Bereich ganze Arbeit geleistet, wo sehr viel Herzblut mit rein gesteckt wurde.

Aber nicht nur der visuelle und technische Aspekt punktet in Findet Nemo. Die Geschichte rundum Vater und Sohn ist dermaßen mitreißend, sodass man mit den Figuren über den ganzen Film hinweg mitfiebert. Denn die Figuren in dem Film sind interessant, einzigartig und teils auch vielschichtig. Ein gutes Beispiel, und das für eine Nebenfigur, die nicht allzu viel Screentime besitzt, ist der Hai Bruce. Eine komplett widersprüchliche Figur, die zugleich aber wieder zutreffend ist, ein ungewöhnliches Motiv für seine Spezies und weitere kleine Details im Aussehen, Charakter, Eigenschaften, Gestik, Mimik, Verhalten, Umgang, usw. besitzt, was begründet, weshalb die Figur so interessant wirkt. Bei Nemos Vater lässt sich das an seiner Charakterzeichnung erkennen. Anfangs noch glücklich und voller Vorfreude auf seine kommenden Kinder wird sein Leben durch ein grausames Schicksal ruiniert, bei dem seine Frau und all seine Kinder, bis auf Nemo, ums Leben kommen, wobei Nemo ihm einen Grund gibt, sich aufzurappeln und ihn fürsorglich und vorsichtig aufzuziehen, wodurch er selbst diese Charaktereigenschaften übernimmt, ihm aber schließlich doch beinahe alles genommen wird, sich seinen Ängsten stellt, um seinen letzten Sohn zu retten. Das zeugt von signifikanten Figuren, die zum Mitfiebern und Mitfühlen einladen, was daraus folgt, dass der Film eine mitreißende Wirkung erzeugt und somit das Interesse beim Zuschauer entsteht. Hierbei helfen auch die Synchronsprecher mit, die alle ihren Job wirklich gut machen, wodurch sie den Figuren noch ein bisschen Leben und Tiefe einhauchen. Währenddessen wird mithilfe des Humors die depressive Ausgangssituation teils aufgelockert, indem sie den Zuschauer zum Lachen bringt. Dennoch ist irgendwo tief dazwischen die tragische Dramaturgie spür- und auffindbar, welche sich insbesondere in der Figur von Marlin widerspiegelt. Es mag zwar sein, dass Kleinkinder nicht alles verstehen werden, aber das stört einem Kind keinesfalls. Für Erwachsene gibt es diverse Anspielungen auf alte Filmklassiker, die mit solch' einer Subtilität eingebaut wurden, die einem das Herz höher schlagen lässt. Zusätzlich gibt es dazu einige Gänsehautmomente, die mich stets an meinen ersten Kinobesuch erinnerten. Das alles mündet schlussendlich in ein wundervolles und herzergreifendes Ende, bis die Credits über den Bildschirm laufen und dazu der Song "Beyond the Sea" durch die Kopfhörer/Lautsprecher dudelt, während die ganzen Meerestiere beim Abspann irgendwelchen Aktivitäten nachgehen. wo ein wirklich kreativer Hintergedanke liegt und außergewöhnlich ist, statt immer einen schwarzen Bildschirm mit weiß gedruckten Namen zu lesen.

Fazit

Ein Teil meiner Wertschätzung für narrative Medien habe ich wohl Findet Nemo zu verdanken. Nicht umsonst investiere ich heutzutage den Großteil meiner Zeit darin, um die Geschichten der Autoren zu genießen. Insbesondere für Filme von Disney, Pixar und Studio Ghibli hege ich eine bestimmte Leidenschaft, die bis heute noch nicht verblasst ist. Dazu gehört auch Findet Nemo. Alles in diesem Film passt, sei es jetzt der Plot, die Figuren, die Atmosphäre, die Synchronsprecher oder die audiovisuelle Aufmachung. Ich habe in keinem einzigen Punkt etwas auszusetzen und erlebte mit dem Film eine kleine Kindheitserinnerung erneut. Findet Nemo ist ein kleines Meisterwerk aus dem Hause Pixar, das ich bestimmt noch einige Male ansehen werde. Außerdem warte ich noch, bis Findet Dorie auf Blu-Ray oder DVD verfügbar ist, damit ich auch das Sequel zu den lieb gewonnenen Meerestieren anschauen kann.

Wertung: 10/10 Punkte

Sonntag, 13. November 2016

AUDRIE & DAISY - Kritik (2016)

Trivia

Originaltitel: Audrie & Daisy
Genre: Dokumentation
Laufzeit: 95 Minuten
Produktionsfirmen: Actual Films / Netflix
Produktionsland: USA
Erstausstrahlung: 23. September 2016
Deutschsprachige Erstausstrahlung: 23. September 2016
Altersfreigabe: keine vorhanden. Selbsteinschätzung: ab 12 Jahre

Komponist: Tyler Strickland
Regisseure: Bonni Cohen, Jon Shenk

Personen: Daisy Coleman, Paige Parkhurst, Audrie Pott, Delaney Henderson, Melinda Coleman, Jim Fall, Darren White

Trailer: bit.ly/AaDTrailer

Kurzinhalt

Achtung! Da andere Menschen den Inhalt eines narrativen Mediums gerne selbst erleben wollen, auch bei Dokus, kennzeichne ich hiermit die ganze Kritik als Spoiler! Solltest du die folgenden Worte doch lesen wollen, empfehle ich Dir dennoch die Doku anzusehen.

Audrie und Daisy, die zwei Personen um die es in dieser Dokumentation geht, wurden nach alkoholischem Einfluss während einer Bewusstlosigkeit sexuell missbraucht. Zumindest erwarten die Angehörigen Gerechtigkeit gegenüber den Tätern. Doch dem ist nicht so. Audrie wollte deshalb nicht länger auf dieser Welt leben, weshalb sie an den Folgen ihres Suizidversuchs verstarb. Daisys Selbstmordversuch schlug fehl und kämpfte seitdem weiter. Als dieser Vorfall geschah, stand gefühlt jede Person aus der Stadt hinter ihr. Ein Jahr später glaubte ihr niemand mehr, da die Klage fallen gelassen wurde. Daraufhin wurde sie auch noch Opfer von Cyber-Mobbing, da ihre ganze Heimatstadt sie verpönte.

Die grausame Welt in der wir leben

Vorab möchte ich mich schon mal entschuldigen, dass ich einen sehr großen Teil dieser Dokumentation im Kurzinhalt gespoilert habe. Doch meiner Meinung nach kann ich diese Kritik eh nicht schreiben, wenn ich den Sachverhalt nicht genaustens schildere. Es kann zwar sein, dass der Inhalt in Dokus nicht immer zu hundert Prozent wahrheitsgetreu ist und man nicht immer alles glauben sollte, was einem erzählt wird, doch bin ich mir ziemlich sicher, dass die Geschichte, die Audrie & Daisy erzählt, wahr ist.

Da ich des Öfteren auch Kritiken von anderen Menschen lese, habe ich bei den Userwertungen auf Netflix gelesen, dass ein Nutzer meinte, dass dieser Film schlecht sei, weil er angeblich schlechte Schnitte und eine plakative Darstellung besäße. Hier kann ich direkt mal widersprechen: der Schnitt ist völlig in Ordnung und in einer Dokumentation über das Mobbing eher zweit-, wenn sogar drittrangig. Allgemein spielt die visuelle Machart in solch' einer Art von Dokus eine nicht allzu große Rolle, denn darum geht es überhaupt nicht. Gezeigt wird der sexuelle Missbrauch und die Folgen davon, was wirklich harter Tobak sein kann. Insbesondere die Geschichte um Daisy trifft einen hart, denn wenn man Opfer eines sexuellen Missbrauchs ist, daraufhin noch von der Bevölkerung von Maryville als "Bitch", "Hure", "Lügnerin" oder "Schlampe" bezeichnet wird und auch noch den Tätern glaubt, zeigt das einem erneut, in welcher Gesellschaft wir eigentlich leben. Zudem haben Daisys und Audries Täter niemals eine Strafe erhalten, aufgrund der "mangelnden Beweislage". Die Täter sind die Söhne von mächtigen Leuten, die entweder eine große Firma leiten, in der Gemeinde oder Politik zuständig sind oder einen anderweitigen Posten besitzen. Ich kann es einfach nicht verstehen, wie es im 21. Jahrhundert immer noch nicht möglich ist, dass jeder Mensch die gleiche Berechtigung besitzt. Außerdem ist es für mich nicht verständlich, wie eine Person, die eine Vergewaltigung tätigt, nur eine Haftstrafe von maximal fünf Jahren bekommt und ein Steuerhinterzieher viel höhere Strafen erhalten kann. Man merkt einfach, dass der Gesellschaft das Geld viel wichtiger ist, als die Gesundheit eines Menschs oder gar eines Menschenlebens. Man kann wirklich von Glück sprechen, dass Daisy Coleman ihren damaligen Suizidversuch überlebt hat und aus Maryville weggezogen ist. Heute ist sie Tätowiererin und hilft auch anderen Menschen, die dieselben Erfahrungen durchleben mussten (Link zur Facebook-Seite befindet sich am Ende der Kritik!!). Vor allem sticht sie aber mit ihrem unglaublich starken Charakter heraus, denn sie ließ sich damals von den Mobbern nicht unterkriegen, was definitiv Respekt verdient hat! Gleichzeitig leidet man aber mit den betroffenen Personen mit und würde ihnen am liebsten helfen, egal in welch' einer Art. Ganz wichtig ist auch noch die Botschaft dahinter, die einem zum Nachdenken anregt. Es wird nämlich vermittelt, dass wenn man Opfer eines sexuellen Missbrauchs oder einer Vergewaltigung ist, das auf jeden Fall öffentlich machen sollte. Denn die Folgen können das Leben des Opfers und der Nahestehenden komplett zerstören. Desweiteren wird dem Zuschauer die bereits genannten Punkte vor Augen geführt, in welch' einer krankhaften Welt wir eigentlich leben. Darüber könnte ich auch einen eigenständigen Post schreiben, bei dem ich mich exzessiv mit der Thematik auseinandersetze, da ich eine ganz spezielle Ansicht darauf hege. Doch ich möchte nun nicht allzu sehr ausschweifen, denn das würde den Rahmen dieser Review sprengen. Einen Negativpunkt habe ich aber dann doch noch, und zwar hätte man nochmal auf die Beziehung zwischen Daisy und Paige eingehen können, da nicht klar ist, wie sie heute zueinander stehen. Das ist aber nicht der Hauptbestandteil des Films, weshalb dies nur minimale Auswirkungen auf meine Wertung hat.

Fazit

Audrie & Daisy ist eine unglaublich gute Dokumentation und sollte meiner Meinung nach im Laufe des Jahres noch viel öfters gesehen werden. Die Doku spiegelt das Erlebnis und die Folgen der betroffen Menschen wider und reflektiert damit unsere heutige Gesellschaft. Die Botschaft in dem Film ist ganz wichtig und sollte daher betroffene Personen und auch Täter zum Nachdenken anregen. Zudem gönne ich Daisy die Aufmerksamkeit die sie bekommt, da dadurch ihr Vorfall noch weiter verbreitet und damit auch bekannter wird.

Link: bit.ly/DaisySupport

Wertung: 8/10 Punkte

Montag, 31. Oktober 2016

10 Fakten zu Horrorfilme - Special (2016)

Herzlich willkommen bei einem neuen Post auf meinem Filmblog! Jedes Jahr am 31. Oktober findet Halloween statt. Kleine Kinder verkleiden sich, ziehen um die Häuser, klingeln bei diversen Leuten, nur um die Parole ,,Süßes oder Saures" aufzusagen und hoffen, dass sie ein paar Süßigkeiten bekommen. Ältere Menschen verbringen ihre Zeit meistens auf einer Halloween-Party, wo sie Motto getreu verkleidet sind. Dennoch gibt es zu Halloween eine weitere Aktivität, die insbesondere Filmfans tätigen: sie schauen Horrorfilme. Und wenn man mal ehrlich ist, gibt es einen besseren Zeitpunkt im Jahr, als dass man zu Halloween einen Horrorfilm schaut? Deshalb gibt es heute ein kleines Horror-Special, wo ich Dir zehn Fakten zu Horrorfilme vorstelle.

Fakt 1

Ich fange mal relativ harmlos an. Die Darsteller aus dem Found Footage Film The Blair Witch Project bekamen ihre Skripte nicht alle auf einmal. Um zu wissen, wie die Handlung weiter verläuft, mussten sie mithilfe von GPS-Geräten die Skripte selbstständig finden. An den Fundorten waren Behälter hinterlegt, in denen sich nur wage Plot-Anweisungen befanden. Deshalb mussten die Dialoge von den Darstellern vollständig improvisiert werden.

Fakt 2

Paranormal Activity ist ein weiterer Found Footage Film, der ungefähr die selbe Herangehensweise besaß, wie im vorig genannten The Blair Witch Project: ein Skript war nicht vorhanden, die Schauspieler bekamen nur grobe Anweisungen und die Dialoge waren improvisiert. Das Besondere an Paranormal Activity ist aber der Erfolg. Das Produktionsbudget des Film betrug lediglich 15.000 US-Dollar, was für eine Filmproduktion mickrig ist. Weltweit nahm der Horrorfilm 193 Millionen US-Dollar ein.

Fakt 3

Zombies sind nach wie vor in aller Munde, nicht zuletzt aufgrund der Zombieserie The Walking Dead. Der allererste Film mit Zombies ist nun schon über hundert Jahre alt. White Zombie aus dem Jahr 1932 war aber der erste bekannte Zombiefilm und war maßgeblich an der Darstellung des Untoten beteiligt. Trotzdem wurde er damals noch nicht so dargestellt, wie man ihn heute kennt. Dafür war aber bereits das Motiv des Voodoo-Kults zu erkennen. Den Zombie den man heute kennt, mit verwesender Haut und Lust auf Menschenfleisch, wurde durch den revolutionären Film The Night of the Living Dead (Die Nacht der lebenden Toten) aus dem Jahr 1968 von George A. Romero der breiten Masse bekannt gemacht.

Fakt 4

Stanley Kubrick ist für seine perfektionistische Art bekannt, denn er ließ die kleinsten Szenen mehrfach drehen und brachte die Schauspieler bis zu ihren physischen und psychischen Grenzen. Dabei hat der Horrorfilm Shining, aus der Feder des legendären Horrorautors Stephen King, die am öftesten wiederholte Szene der gesamten Filmgeschichte. Die Szene, in der Jack Nicholson mit der Axt die Tür einschlägt und dabei wie ein wahnsinniger ,,HERE IS JOHNNY!!!" ruft, wurde ganze 127-mal gedreht und hält damit bis heute den Rekord im Guinness-Buch der Rekorde.

Fakt 5

Und ich bleibe gleich mal bei Shining. Obwohl Stanley Kubrick so streng zu seinen Darstellern war, kümmerte er sich um den damaligen Kinderdarsteller Danny Lloyd, der damals gerade mal sechs Jahre alt war, besonders fürsorglich. Er erzählte ihm immer wieder, dass sein Film ein Drama sei und hielt ihn von jeglichen Horrorszenen fern. Eines Tages kam er aber unerwartet ans Set, als Jack Nicholson gerade die ,,HERE IS JOHNNY!!!"-Szene drehte. Als Jack den kleinen Dan sah, nahm er die Axt und fing an zu tanzen, hüpfen und herumzualbern. Den Film sah Danny erst mit 17 Jahren und erkannte schließlich, dass es sich um einen Horrorfilm handelte. Neben Shining drehte er noch einen anderen Film, gab aber das Schauspiel auf. Heute ist er Lehrer und unterrichtet Biologie.

Fakt 6

Zum Release zu Das Omen wurde ein Werbefeldzug betrieben, indem man diverse Plakate druckte. Nach dem Film wurde der Kinobesucher darauf aufmerksam gemacht, dass der Film als Sneak Preview am sechsten Tag des sechsten Monats im Jahr 1976 in mehreren Kinos lief. Auf den Plakaten war die Zahl ,,666" zu sehen, die als Zahl des Teufels bekannt ist. Ein Kinobesucher war davon dermaßen schockiert, dass er einen Nervenzusammenbruch erlitt.

Fakt 7

Die Puppe aus Chucky die Mörderpuppe trägt den Namen Charles Lee Ray und stellt einen Serienkiller dar. Der Name wurde aber nicht willkürlich gewählt, sondern ist eine Zusammensetzung aus drei berühmt-berüchtigten Mördern der USA. Charles steht für Charles Manson. Er war der Anführer der Manson Family und brachte junge Frauen zum Morden. Das berühmteste Opfer war die Schauspielerin Sharon Tate, die zu seinerzeit als eine der schönsten Frauen der Welt galt. Lee steht für Lee Harvey Oswald. Er war der mutmaßliche Mörder von John F. Kennedy, dem 35. Präsidenten der USA. Und Ray steht für James Earl Ray, den Attentäter des Bürgerrechtlers Martin Luther King Jr..

Fakt 8

Nun werden die Fakten etwas krasser. Im Jahr 1982 erschien der Film Poltergeist, der von Steven Spielberg produziert wurde und der auch das Drehbuch beisteuerte. Nach dem Release stand der Film immer wieder in den Schlagzeilen, und das nicht immer positiv. Es war vom ,,Poltergeist-Fluch" die Rede, da diverse Darsteller nach der Veröffentlichung der Filme verstarben. Besonders aufmerksam wurden die Medien nach dem Tod von Dominique Dunne, die im selben Jahr von ihrem Freund John Thomas Sweeney erwürgt wurde. Ein weiterer Todesfall kam 1988 an die Öffentlichkeit. Heather O'Rourke, die die junge Carol Anne darstellt, starb im Alter von zwölf Jahren aufgrund von Darmverschluss. Diverse Crewmitglieder sprachen davon, dass rätselhafte Unfälle und mysteriöse Ereignisse am Set geschahen. Viele Leute behaupten, dass der Fluch daher stammt, da im Film echte Skelette verwendet wurden, weil diese billiger als Replikate waren.

Fakt 9

In dem Film Day of the Dead (Zombie 2 - Das letzte Kapitel) sehen die Gedärme äußerst realitätsnah aus. Der Grund dafür ist ganz einfach: sie sind es auch. Die verwendeten Gedärme stammten von Schweinen. Insbesondere Joseph Pilato tat sich damit schwer, denn die Eingeweide waren schon mehrere Tage alt und wurden ungekühlt aufbewahrt, wodurch sie zu stinken begannen.

Fakt 10

Im Jahr 1973 erschien einer der gruseligsten Horrorfilme aller Zeiten: Der Exorzist. Damals, während des Drehs, galt das Set als verflucht. William Peter Blatty, der Autor des Romans und des Drehbuchs, ließ das Set mehrmals von Priestern segnen. Ein Brand zerstörte beinahe das ganze Set, bis auf das Kinderzimmer von Regan. Weitere mysteriöse Ereignisse und Vorkommnisse geschahen am Set, Linda Blair erhielt Morddrohungen und neun Menschen starben während des Drehs. Der bekannteste Fall war der Tod von Jack MacGowran, der an einer Grippe starb.

Donnerstag, 13. Oktober 2016

BATMAN V SUPERMAN: DAWN OF JUSTICE - Kritik (2016)

Trivia

Originaltitel: Batman v Superman: Dawn of Justice
Genre: Action / Drama / Sci-Fi / Superheldenfilm
Laufzeit: 151 Minuten
Produktionsfirmen: Cruel & Unusual Films / DC Entertainment / RatPac-Dune Entertainment / Warner Bros. Pictures
Produktionsland: USA
Erstausstrahlung: 19. März 2016
Deutschsprachige Erstausstrahlung: 24. März 2016
Altersfreigabe: ab 12 Jahre

Drehbuchautoren: David S. Goyer, Chris Terrio
Komponist: Hans Zimmer, XL Junkie
Regisseur: Zack Snyder

Schauspieler: Henry Cavill, Ben Affleck, Gal Gadot, Jesse Eisenberg, Amy Adams, Jeremy Irons, Holly Hunter, Scoot McNairy, Jason Momoa, Ezra Miller, Ray Fisher, Michael Shannon, Kevin Costner, Laurence Fishburne, Diana Lane, Lauren Cohan, Jeffrey Dean Morgan

Kurzinhalt

Zahlreiche Jahre bekämpfte Bruce Wayne als Batman [Ben Affleck] in Gotham City das Verbrechen. Eines Tages wird er Zeuge, wie General Zod Metropolis in Schutt und Asche verwandelt. Dabei stürzt auch ein Gebäude ein, welches ein Sitz seines Unternehmens ist, und zahlreiche Menschen sterben. Bruce gibt Superman [Henry Cavill] die Schuld und beginnt seine Planung, wie er ihn ausschalten kann.

Der Kampf der Giganten

Bevor ich mit meiner Kritik beginnen möchte, will ich noch kurz anmerken, dass ich noch keinerlei Erfahrung mit den DC-Comics gesammelt habe. Trotzdem habe ich mich mit Batman bereits vertraut gemacht, denn ich bin ein großer Fan der ,,The Dark Knight Trilogy" von Christopher Nolan und mag ebenfalls die ,,Arkham" Videospiele von Rocksteady Studios. Da ich gerade meine eher spärliche Kenntnis zu Batman verraten habe, werde ich deshalb diesen Film aus der Sicht eines normalen Kinogängers schildern, mitsamt meiner Positiv- und Negativpunkten. Außerdem bezieht sich meine Review nicht zum Ultimate Cut, sondern zur normalen Kinofassung.

Bevor ich vor einigen Tagen mir das Prequel zu Batman v Superman: Dawn of Justice ansah, nämlich Man of Steel, hatte ich eine gewisse Erwartungshaltung, denn Christopher Nolan war Produzent des Films und schrieb auch das Drehbuch dazu. Als ich mir den Film dann anschaute, wurde ich von Minute zu Minute skeptischer. Ums kurz zu fassen: ich war enttäuscht von dem Film. Dennoch wollte ich mir aufgrund von Suicide Squad die bisherigen Filme des DC Extended Universe ansehen, damit ich über die notwendigen Hintergründe Bescheid weiß. Deshalb hab ich mich zwei Tage später erneut ran gesetzt und mir den diesjährig erschienen Batman v Superman angesehen. Der Hype rundum den Film ist mir damals nicht entgangen und auch, dass er von den Kritikern praktisch zerrissen wurde. Ich ließ für den Film beides außer Acht, bis auf meine Meinung zum unterdurchschnittlichen Man of Steel.

Während des Films fällt einem eines sofort auf: Ben Affleck verkörpert einen anderen Batman, wie man ihn kennt. Denn normalerweise tötet Batman nicht und Schusswaffen gehören ebenfalls nicht zu seinem Repertoire. Zack Snyder hatte offenbar eine etwas andere Interpretation seines Batmans, wobei ich darüber nichts Negatives sagen kann, da die Figur der Fledermaus wahrlich interessant ist. Die Story des Films inspirierte sich stark an das Graphic Novel "Batman - Die Rückkehr des dunklen Ritters" von Frank Miller, das ich definitiv noch lesen werde. Dennoch muss ich sagen, dass die Geschichte rundum Batman v Superman insgesamt enttäuschend ausfiel. Der Plot ist für Leute die mit dem DC Universum nichts am Hut haben schwer verständlich. Nur wenige Sachen werden für den Zuschauer erklärt, wie beispielsweise die tausendfach durchgekaute Origin-Story zu Bruce Wayne oder wie der Konflikt zwischen den zwei Superhelden entstand. Desweiteren braucht der Film extrem lange, bis er überhaupt in Fahrt kommt. Denn bis im Film überhaupt Spannung aufkommt, ist die Hälfte der Laufzeit bereits überschritten. Zudem kommt es zum Kampf zwischen den beiden erst relativ spät. Und wenn endlich gekämpft wird, dann nicht besonders lange. Ansonsten bleiben die meisten Figuren größtenteils blass und die Dialoge sind ebenfalls eher dürftig. Gekrönt wird das alles mit dämlichen Logikfehlern, die ausmerzbar gewesen wären. Trotzdem hat der Film einige wirklich coole und gute Momente, wie zum Beispiel der Auftritt von Wonder Woman [Gal Gadot]. Solche kleinen Dinge reißen bei dem Film doch noch einiges heraus, weil beim Aspekt Drehbuch wäre einiges mehr drin gewesen. Immerhin hatte der Film ein fast gutes Ende. Fast, weil die letzte Szene wohl wieder mal alles versaut hat. Wieso schafft man es einfach nicht, eine Geschichte konsequent zu Ende zu erzählen? Ist die Zeit knapp geworden? Vielleicht fehlte auch jeglicher Mut. Klar ist Justice League bereits angekündigt, aber dann hätte ich niemals solch ein Ende gewählt. Daran merkt man eben, dass der Film von seiner Action und den guten Effekten lebt, weshalb auch das Drehbuch merklich vernachlässigt wurde. Hier herrscht ganz klar der Stil über die Substanz. Man hätte sich mit dem Drehbuch wirklich etwas mehr Mühe geben können, denn die Batman Filme von Nolan zeigen eindeutig, zu was DC-Filme fähig sein können.

Doch nun ist genug gemeckert worden. Der Film hat genauso seine guten Seiten. Das Positivste an dem ganzen Film ist wohl, dass diese grauenvolle Kameraarbeit aus Man of Steel nicht übernommen wurde. Andauernd sah man im Prequel nervige Zoom-Ins und Zoom-Outs, und die Kamera hat über den ganzen Film lang nur gewackelt, auch wenn gerade eine ruhigere Szene gefilmt wurde, bzw. ein Dialog vonstatten ging. Das hat nun sein Ende und Batman v Superman setzt auf eine ordentliche Kameraarbeit. Ich weiß einfach nicht, was sich der alte Director of Photography dabei gedacht hat und was er damit bezwecken wollte, bis auf das eventuelle Bedürfnis zum Kotzen. Der neue Kameramann hat aber wirklich schöne Bilder von der Natur und Sonstigem aufgenommen, die dem Film zwar nur gering zugutekommen, aber schön anzusehen sind. Was aber einen starken Einfluss auf Dawn of Justice hatte, ist wohl die unglaublich teure Production Value. Batman v Superman hatte ein Gesamtkapital von ca. 330 Millionen Dollar, wobei davon ca. 100 Millionen ins Marketing floss. Diese 250 Millionen die man für die Produktion zur Verfügung hatte, wurden mehr als gelungen eingesetzt. Gut zu sehen ist dies bei Batmans Kostüm, das einfach nur überragend aussieht. Zudem sind die Effekte gut eingesetzt und sehen auch dementsprechend stimmig aus. Zu den Musikstücken von Hans Zimmer brauche ich eigentlich nichts großartig sagen, da diese ohnehin jedes Mal fulminant und einfach nur überragend sind. Zu guter Letzt muss ich noch auf die Darsteller eingehen, weil dort gibt es ebenfalls noch etwas Erwähnenswertes. Die Schauspieler spielen überwiegend solide. Doch gibt es trotzdem eine Person, die unter den Akteuren eindeutig heraussticht. Und diese Person ist niemand Geringeres als Ben Affleck. Damals hatten viele Leute Bedenken, ob Ben Affleck in die Fußstapfen eines Michael Keaton oder Christian Bale treten kann. Denn es ist nicht unbekannt, dass Ben Affleck bereits in einem Superheldenfilm zu sehen war, nämlich in Daredevil, wo er den gleichnamigen Helden und Matt Murdock verkörperte. Trotzdem gibt es nichts anderes zu sagen, als dass Ben ein kleiner Lichtblick für den Film ist und die Figur des Batman fantastisch darstellt. Hoffentlich ist das auch bei den kommenden DC-Filmen der Fall, wünschenswert wäre es jedenfalls.

Fazit

Obwohl der Film am Anfang des Jahres sehr stark gehypt wurde, wird dieser seinem Hype nicht annähernd gerecht. Der Film hat definitiv nicht sein vollstes Potenzial ausgeschöpft. Wenn man nur das Drehbuch überarbeitet hätte, wäre dem Film so viel mehr zuzutrauen. Zudem habe ich mir unter dem Titel etwas mehr vorgestellt, als nur einen kleinen Kampf. Technisch gesehen macht der Film aber alles richtig, mitsamt der Kamera, die dieses Mal solide ist. Ansonsten ist noch Ben Affleck hervorzuheben, der seine Sache als Bruce Wayne/Batman ausgezeichnet macht! Dennoch muss ich sagen, dass Batman v Superman nicht der beste Film auf meiner Jahresliste wird, aber einen Platz im Mittelfeld ergattern kann.

Wertung: 5/10 Punkte

Dienstag, 30. August 2016

Whatever Works - Liebe sich wer kann - Kritik (2016)

Trivia

Originaltitel: Whatever Works
Genre: Drama / Komödie / Romanze
Laufzeit: 92 Minuten
Produktionsfirma: Gravier Productions / Wild Bunch
Produktionsland: Frankreich / USA
Erstausstrahlung: 19. Juni 2009
Altersfreigabe: ab 12 Jahren

Drehbuchautor: Woody Allen
Regisseur: Woody Allen

Trailer: bit.ly/WhateverWorksTrailer

Kurzinhalt

Die Geschichte des Films dreht sich um den ehemaligen Physikprofessor und Profi-Schachspieler Boris Yellnikoff (Larry David), der nach der Scheidung mit seiner Frau einen Suizidversuch wagte, der aber missglückt ist. Seit einiger Zeit lebt er ein relativ ruhiges Leben, bis die dümmliche und obdachlose Melody (Evan Rachel Wood) vor seiner Tür steht. Obwohl die beiden komplett andere Charaktereigenschaften, einen unterschiedlichen Intellekt und einen riesigen Altersunterschied von vierzig Jahren besitzen, entwickeln sich trotzdem Gefühle zwischen ihnen. Als jedoch eines Tages Melodys Mutter Marietta (Patricia Clarkson) vor der Tür steht, sorgt sie für einiges an Unruhe in ihrer Beziehung.

Der Name ist Programm

Nachdem Woody Allens Filme in den 2000ern überwiegend in Europa angesiedelt waren, kehrt der Altmeister mit ,,Whatever Works" zurück in seine Heimatstadt New York. Doch würde es nach ihm gehen, wäre der Film bereits in den 70er Jahren erschienen, denn das Drehbuch entstand schon in den Anfangszeiten des Jahrzehnts. Für die Hauptrolle war ursprünglich der Komiker Zero Mostel vorgesehen, der aber 1977 an Aortenaneurysma verstarb. Kurz bevor in den USA der Autorenstreik ausbrach, widmete sich Woody erstmals wieder dem Drehbuch, indem er einige Vorkommnisse in die Gegenwart veränderte. Somit übernahm die Hauptrolle der Komiker und Drehbuchautor Larry David, der sich bereits durch Serien wie ,,Seinfeld" und ,,Lass es, Larry!" einen Namen machte.

Gleich zu Beginn durchbricht die Figur des Misanthropen und Zynikers Boris die vierte Wand, um den Zuschauer seine Geschichte zu erzählen. Dabei strotzt bereits seine Mitteilung in den ersten drei Minuten nur so von Gesellschaftskritik, die einem doch zum Nachdenken bringt. Insbesondere spezialisiert sich der Film aber auf die Verklemmtheit und Prüderie des Menschen und will ihm damit mitteilen, dass nicht immer alles der Norm entsprechen muss. Sogar Woody Allen selbst ist seit 1997 mit der Adoptivtochter seiner Ex-Freundin verheiratet, die er ca. zwölf Jahre lang erzog. Davon kann man nun halten was man will, mir ist es jedoch egal. Whatever Works beginnt insgesamt mit einem unglaublich starken ersten Drittel, dass aber ab der Heirat, bzw. der Ankunft der Mutter anfängt zu schwächeln. Der Plot schweift dann zu sehr ab und konzentriert sich eher auf die Nebenfiguren, wodurch Boris etwas in den Hintergrund gerät. Zum Ende hin wird das Storytelling wieder besser, besitzt aber immer noch seine gewissen Schwächen. Nennenswert wären hierbei die "Zufälle" die gegen Ende hin passieren. Diese wirken nach der kurzen Zeitspanne des Geschehens einfach nur konstruiert, wodurch ich diese dramaturgischen Punkte der Geschichte nicht abkaufen kann. Zudem fiel das Ende eher schwach aus, da ich nun mal kein Fan von solcher Art von Enden bin.

Jedoch muss ich die schauspielerische Leistung von Larry David und der wunderschönen Evan Rachel Wood loben, weil sie ihre Rollen großartig darstellen. Vor allem Larry David perfektioniert die Figur des Boris, da er einfach sich selbst spielt und deshalb die Figur wie maßgeschneidert wirkt. Der restliche Cast hat ebenfalls eine gute Leistung abgeliefert. Insgesamt machen auch die ganzen Figuren eine schöne Charakterentwicklung durch, die sich zwar nicht komplett um 180° wandeln, aber schon bemerkbar andere Charaktereigenschaften besitzen. Das große Herzstück eines Woody Allen Films sind jedoch immer noch die Dialoge. Diese sind hervorragend geschrieben, die aber vor allem durch den bissigen, zynischen, sarkastischen, pessimistischen und schwarzen Humor brillieren. Der Film hatte viele gute Gags, die mich stets zum Lachen brachten. Humor ist aber immer noch so eine Sache, zumal nicht jeder Mensch den gleichen Geschmack hat, weshalb dieser Kritikpunkt nicht leicht einzuschätzen ist und ich immer von meiner persönlichen Erfahrung spreche.

Fazit

Insgesamt gesehen ist Whatever Works ein sehr gelungener Film, der als Romanze und Komödie durchgeht. Die großen Stärken des Films liegen im Schauspiel von Larry David und Evan Rachel Wood, den Figuren und den herausragenden Dialogen, die mitsamt des Humors glänzen. Ein paar Schwächen sind aber in den Gesamthandlung zu finden, die aber mehr als verzeihlich sind. Schlussendlich weiß ich aber trotzdem nicht, ob man Whatever Works als Feel-Good-Movie oder Bad-Feel-Movie einschätzt, weil von beiden Kategorien gewisse Elemente vorhanden sind.

Wertung: 8/10 Punkte

Sonntag, 21. August 2016

MEGAMIND - Kritik (2016)

Trivia

Originaltitel: Megamind
Genre: Animationsfilm
Laufzeit: 96 Minuten
Produktionsfirma: DreamWorks
Produktionsland: USA
Erstausstrahlung: 28. Oktober 2010
Altersfreigabe: ab 6 Jahren

Drehbuchautoren: Alan J. Schoolcraft und Brent Simons
Komponisten: Hans Zimmer und Lorne Balfe
Regisseur: Tom McGrath

Trailer: bit.ly/MegaverstandTrailer

Kurzinhalt


Schon in der Kindheit lieferten sich Megamind und Metroman etliche Auseinandersetzungen, die stets Metroman für sich entscheiden konnte. Während Metroman im Wohlstand geboren wurde und sich von hohem Ansehen und großer Beliebtheit erfreut, war Megamind jederzeit der unbeliebte Außenseiter und Versager. Später war Megamind als berühmt-berüchtigter Schurke allseits bekannt. Metroman, der Held der Stadt "Metro City", konnte seine Pläne immer durchkreuzen, weshalb Megamind ein Dauergast im Gefängnis war. Als er jedoch nach einem Gefängnisausbruch seinen nächsten Plan parat hatte und Metroman in eine Falle lockte, konnte er ihn erfolgreich beseitigen. Aber auf die erfreuliche Stimmung des Schurken erfolgte Ernüchterung, denn er erkannte schnell, dass es ohne seinen Langzeitgegner auf Dauer langweilig wird.


,,Ich - Einfach unverbesserlich" trifft ,,Die Unglaublichen"


Im Zeitalter der Superhelden ist es gewöhnlich, Filme über Superhelden zu machen. Doch Filme über Schurken werden nicht allzu oft inszeniert. Schon immer war für mich in einem Superheldenfilm der Schurke die interessanteste Figur. Und das bewahrheitete sich auch in diesem Film. Megamind ist eine von Grund auf sympatische Figur, der mitsamt seines Helferchens ,,Minion" äußerst liebenswert ist. Über den ganzen Film hinweg erinnerte mich Megamind an ,,Plankton" aus Spongebob, da er genauso erfolglose Ergebnisse erzielt und unbeliebt ist, wie der kleine Organismus aus dem Wasser. Metroman hingegen sprudelte nur so von Arroganz, dass ich allein schon bei dem Anblick seines anmaßenden Lächeln oder diesem selbstgefälligen Zwinkern ihm die Fresse einschlagen könnte. Doch das bedeutet nicht, dass die Figuren in Megamind schrecklich sind, im Gegenteil. Insbesondere die Figur von Megamind ist gut geschrieben. Oftmals betont der liebenswürdige Schurke etliche Wörter falsch, bringt seine Gefühle mit einer gewissen Mimik rüber und vollführt im Film eine vollständige Charakterentwicklung. Außerdem werden die diversen Figuren von Brad Pitt, Jonah Hill, Will Ferrell, Ben Stiller, Tina Fey, etc., im Originalton vertont. Bei der deutschen Übersetzung findet man bekannte Namen wie Bastian Pastewka und Oliver Welke.

Auch wenn der Film jetzt schon beinahe sechs Jahre alt ist, sehen die Animationen immer noch sehr gut aus. Ich konnte weder abgehackte noch abgeschnittene Animationen entdecken, sodass der Film bisher gut gealtert und immer noch ansehnlich ist. Bei den Effekten hab ich ebenfalls nichts zu bemängeln, denn diese sehen genauso hervorragend aus. Eine Sache die mir im Film stark aufgefallen ist, ist der helle Farbton, dessen Gegenspiel die melancholische Atmosphäre ist, die einfach hinreißend miteinander agieren und somit eine herausragende Grundstimmung entsteht. Der Schnitt ist mir ebenso positiv in Erinnerung geblieben, weil einfach nicht zu hastig geschnitten wurde, wodurch der Film einen angenehmen Schnittstil besitzt. Ein großes Lob geht noch an Hans Zimmer raus, der wie immer, einen fantastischen Sinn für Musik hat. Die Soundtracks sind einfach grandios und wundervoll vom Altmeister gemacht worden, dessen musikalische Untermalung ich in der Filmwelt schon längst nicht mehr missen möchte.

Animationsfilme gelten oftmals, vor allem im deutschsprachigen Raum, als Kinderfilme. Auch ich habe diese Aussage schon vielmals gehört und empfinde diese Unterstellung als puren Schwachsinn. Nur weil Animationsfilme häufig eine niedrige Altersfreigabe bekommen, bedeutet das nicht, dass diese Filme ausschließlich für Menschen im Kindesalter produziert werden. Klar, solche Filme gibt es auch, aber ein guter Animationsfilm macht es hauptsächlich aus, dass diese für Jung und Alt sind. Eine Spezialisierung auf nur eine Altersgruppe, wie Animationsfilme für Erwachsene (Ghost in the Shell), sind aber wieder eine andere Sache. Doch worauf möchte ich hinaus? Damit möchte ich sagen, dass Megamind ein Film für Jung und Alt ist. Es gibt eine Vielzahl an Gags im Film, die mal für die jüngere Zuschauerschaft angeschnitten ist, aber auch Ältere kommen voll auf ihre kosten. Genauso sind die Dialoge toll geschrieben, die aber nicht jedes Kind verstehen würde. Ebenfalls sind diverse Anspielungen auf Superman, Mario vs. Donkey Kong, etc. enthalten. Außerdem sind die Actionszenen gut gemacht, vor allem die Szene, die den Endkampf des Films einleitet, ist einfach überragend inszeniert. Lediglich ein anderes Ende wäre wünschenswert gewesen, da ich einfach selten ein Fan von Happy Ends bin.

Fazit


Megamind ist ein klasse Animationsfilm, der aber aufgrund der starken Konkurrenz durch Filme wie ,,Drachenzähmen leicht gemacht", ,,Ich - Einfach unverbesserlich" und ,,Toy Story 3" zu unrecht etwas unterging. DreamWorks muss sich nicht vor anderen Produktionsfirmen von Animationsfilmen wie Disney, Pixar oder Studio Ghibli (Hayao Miyazaki) verstecken. Ansonsten kann ich noch sagen, dass der Film für jede Altersgruppe geeignet ist, auch als Familienfilm sehr empfehlenswert.


Wertung: 8/10 Punkte

Samstag, 9. April 2016

DONNIE DARKO - Kritik (2016)

Herzlich willkommen zu einer neuen Filmkritik! Heute geht es um den Independent-Film "Donnie Darko". Hierbei spreche ich aber von der Kinofassung und nicht vom Director's Cut. Aber bevor ich anfange, gibt es wie immer hier den Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=jA_TdJM2eCk.

Informationen zum Film


Die Erstausstrahlung des Films erfolgte am 19. Januar 2001 beim Sundance Film Festival, mit Richard Kelly als Regisseur, der damit sein Filmdebüt gab. Der offizielle Release des Films war dann am 26. Oktober 2001 in den USA. Im deutschsprachigen Raum wurde der Film niemals ausgestrahlt, mit Ausnahme des Fantasy Filmfests in Deutschland. Mit einem unglaublich niedrigen Budget von 4,5 Millionen Dollar, was umgerechnet 4 Millionen Euro sind, wurde der Film gedreht. Donnie Darko floppte im Kino, weshalb er nur einen Umsatz von 7,3 Millionen Dollar, umgerechnet 6.5 Millionen Euro, erzielte. Als der Film in der DVD-Fassung erschien, wurde er bei den Usern heiß diskutiert und erlangte dann doch noch den erwünschten Erfolg. Heute gilt Donnie Darko als Kultfilm und zweitbester Independent-Film aller Zeiten, nach Reservoir Dogs von Quentin Tarantino. Was ebenfalls noch erwähnenswert ist, ist, dass Jake Gyllenhaal mit Donnie Darko den Durchbruch schaffte. Der Film ist unter anderem im Drama-, Science-Fiction-, Mystery- und Thriller-Genre angesiedelt. Flower Films war die Produktionsfirma, und Pandora Cinema und Newmarket Films standen als Verleiher hinter dem Film. Die Länge des Film beträgt in der Kinofassung 108 Minuten und im Director's Cut 128 Minuten. Die Drehzeit des Films betrug nur 28 Tage und wurde ausschließlich in den USA gedreht. Außerdem erhielt Donnie Darko eine Altersfreigabe von FSK 16.

Die Handlung


Der Film handelt um den 16-jährigen Donald (Donnie) J. Darko, der ein psychisch labiler Teenager ist und gemeinsam mit seiner Familie in Middlesex, Virginia lebt. Als nachts am 2. Oktober 1988 eine Turbine in Donnies Zimmer kracht, entkommt er nur knapp dem Tod. Denn dieser überlebte, weil in der Nacht zuvor eine Gestalt im Hasenkostüm namens "Frank" erschien und ihn aus dem Haus lockte. Frank offenbart Donnie den Weltuntergang, der in 28 Tagen, 6 Stunden, 42 Minuten und 12 Sekunden geschehen sollte,

28 Tage, 6 Stunden, 42 Minuten und 12 Sekunden


Im anstehenden Morgengrauen und mit einer wunderschönen Landschaft im Hintergrund, fährt die Kamera die Straße entlang und man erblickt, wie ein Junge sich vom asphaltierten Boden, neben seinem Fahrrad, erhebt. Der Junge blickt in die Ferne, folgend von einem schelmischen Grinsen. Er fährt die Straßen entlang, um sein Zuhause zu erreichen. Verfolgt wird diese Szene mit dem Stück "The Killing Moon" von Echo and the Bunnymen. Eine gelungene Auftaktszene, die noch den Frieden vor dem Sturm zeigt. Die Exposition des Films geht relativ schnell vonstatten, sodass der Zuschauer nicht lange warten muss, um zu sehen, was überhaupt der Sachverhalt des Films ist. Da der Film nicht nur das Mystery-Genre beinhaltet, ist ein Großteil des Films im Genre Coming-of-Age angesiedelt. Dadurch wird nicht nur gezeigt, was in den nächsten 28 Tagen Donnie für ein Chaos anrichtet, sondern auch, wie er langsam zum Mann heranwächst. Streit mit der Familie, die erste Liebe finden, eine Party schmeißen, all der Kram halt, den man so beim Erwachsenwerden miterlebt. Dabei wird relativ früh klar, dass der Film nicht mit Humor spart. Zusammen mit ein paar guten und abgedrehten Dialogen konnte man mir doch das ein oder andere Grinsen abverlangen. Die Handlung hat einen tiefgründigen Hintergrund, die gleichzeitig originell ist und einen Raum für Interpretationen lässt. Jedoch ist sie auch etwas Wirr erzählt, sodass sie für mein Empfinden, zu viele Fragen offen lässt. Gegen Ende hin überschlugen sich die Ereignisse, die mit einem tollen Twist eingeleitet wurden. Die letzten Szenen wurden richtig emotional, die mit dem Song "Mad World" von Gary Jules, dessen Lied auch gleichzeitig der Soundtrack des Films ist, musikalisch unterlegt. Kurze Fassung: Ein tolles Ende, das ebenfalls für den Zuschauer einen Raum für Interpretationen freilässt.

Wenn man bedenkt, dass der Film ein Budget von nur 4 Millionen Euro zur Verfügung hatte, hat Richard Kelly das Geld richtig investiert. Man hatte sich mit den Schauplätzen Mühe gegeben und versucht, das Beste daraus zu machen. Atmosphärisch hat der Film eine tolle Mystery-Stimmung aufgebaut, die gleichzeitig schön bedrückend war. Auch die Musik war sehr gut gewählt, die einfach passend für das Szenario gewählt wurde und so einiges der Stimmung bei tat. Die Kamera und der Schnitt waren solide, die für einen Independent-Film ausreichend sind.

Der Cast war zum damaligen Zeitpunkt eher unbekannt und der Großteil ist es auch noch heute. Lediglich Jake Gyllenhaal, Maggie Gyllenhaal, James Duval und Jena Malone haben den Durchbruch geschafft. Der Rest ist eher in der Versenkung verschwunden. Aber darum sollte es ja nicht hauptsächlich gehen. Jeder hat seine Rolle gut gespielt, bis auf Jake Gyllenhaal, denn dieser stellte alle in den Schatten. Eine tolle Leistung, wie Jake den psychisch kranken Jugendlichen spielt, vor allem mit seiner Mimik. Der Großteil der Figuren waren relativ interessant, jedoch waren einige Figuren mit Klischees beladen. Sei es jetzt der dumme Schläger, der vergeblich versucht mit Frauen zu flirten oder die empörte Lehrerin, die sich darüber aufregt was unterrichtet wird, alles hat seinen Platz. Doch in ein paar Figuren konnte ich mich gut hineinversetzen. Mit Donnie hatte ich wirklich Mitleid gehabt, da er im Laufe des Films eine Charakterentwicklung durchmacht. Und Gretchen war wohl neben Donnie, der halt immer geniale Antworten parat hatte, die einzige Sympathiefigur des Films.

Fazit


Vermutlich hätte Jake Gyllenhaal ohne Donnie Darko niemals den Durchbruch geschafft, geschweige denn, der restliche Cast. Jedenfalls ist Donnie Darko ein komplexer Mystery-Thriller, dessen Stärken in der Handlung liegen, obwohl ich dort ein paar Abzüge verrechnen konnte. Empfehlenswert wäre es, wie ich es bereits bei meiner Kritik von "The Prestige" erwähnt habe, sich den Film zwei- oder dreimal anzusehen, um ihn zu verstehen. Deshalb komme ich zum Ergebnis, dass ich Donnie Darko solide 8/10 Punkte gebe. Donnie Darko ist ein toller Film, der vor allem für Leute interessant sein dürfte, die ein Fan des Mystery-Genres sind und ein Verständnis für komplexe Handlungen besitzen.


Wissenswertes, Fun Facts, etc. 


Nur um eine kleine Erklärung abzugeben: Dies hier ist eine neue Rubrik, die ich ab sofort mit in meine Kritiken mit einbeziehe, sofern ich genügend Stoff zusammenkriege. Hier stelle ich Dir ein paar Facts zum kritisierten Titel vor, die sowohl interessant, lustig, wissenswert oder auch total unnötig sein können.

  • Die Hasengestalt ist an die urbane Legende des Bunnyman (Hasenmann) angelehnt, der ein Serienmörder im Hasenkostüm war und aus einer Psychiatrie entfloh, jedoch nie gefasst wurde.
  • Nachdem Donnie Darko in der Anfangsszene nach Hause kommt, sieht man wie die Mutter das Buch "It" (Es) und der Vater das Buch "The Tommyknockers" (das Monstrum) lesen, was beides Romane von Stephen King sind.
  • In der Nacht, in der anscheinend Halloween ist, ist der Freund von Frank als Pennywise verkleidet, der das Böse in dem Roman It verkörpert.
  • Donnie fragt seinen Lehrer Dr. Monnitoff über das Thema Zeitreisen aus und man sieht, dass auf dem Tisch das Buch "A Brief History of Time" (Eine kurze Geschichte der Zeit) liegt, welches ebenfalls ein Buch von Stephen King ist.
  • Im Englischunterricht wird das Buch "The Destructors" von Graham Greene besprochen.
  • Als Donnie und Gretchen im Kino sitzen, laufen die Filme "Tanz der Teufel" und "Die letzte Versuchung Christi". Von Tanz der Teufel sieht man einige Szenen im Film.
  • In mehreren Szenen kann man ein Arcade-Rennspiel sehen. Dabei handelt es sich um das damalig beliebte Spiel "Out Run".
  • Das damalige Filmposter trug den Titel des Films in einer arabischen Schrift, jedoch wurde sie geändert, aufgrund des Terroranschlags am 11. September 2001. Die Schrift ist im Film aber immer noch enthalten.
  • Elizabeth Darko sagte beim Abendessen "Ich bin für Dukakis". Damit ist Michael Dukakis gemeint, der an der US-amerikanischen Präsidentschaftswahl von 1988 teilnahm.

Sonntag, 27. März 2016

THE PRESTIGE - Kritik (2016)

Herzlich willkommen bei meiner ersten Filmkritik! Heute stelle ich Dir den Film "Prestige - Meister der Magie" vor. Aber bevor ich anfange, kannst Du dir hier den Trailer ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=o4gHCmTQDVI

Informationen zum Film


Die Erstausstrahlung von The Prestige erfolgte am 20. Oktober 2006 in den USA. Bei uns zulande war der Film ab dem 4. Januar 2007 zu sehen. Der Film basiert auf den Roman "Das Kabinett des Magiers" (1995) von Christopher Priest. Der Regisseur des Films ist Christopher Nolan, und das Genre ist eine Mischung aus Drama und Thriller. Die Verleiher des Films sind Touchstone Pictures und Warner Bros. Mit einem Budget von 40 Millionen Dollar wurde The Prestige produziert, und hat schon am Startwochenende in den USA einen Umsatz von 15 Millionen Dollar erzielt. Der Gesamtumsatz beläuft sich auf ungefähr 109,7 Millionen Dollar. Hauptsächlich wurde der Film in den USA und in Großbritannien gedreht. Die Gesamtlänge des Films beträgt 130 Minuten und bekam von der FSK eine Freigabe ab 12.

Die Handlung


Es geht um die zwei Zauberkünstler Alfred Borden [Christian Bale] und Robert Angier [Hugh Jackman], die gemeinsam unter der Leitung von Cutter [Michael Caine] zusammenarbeiten. Jedoch geschieht ein Unglück mit der Geliebten von Robert, wofür Alfred die Schuld trägt. Seit jeher sind sie verbissene Rivalen, die besessen davon sind, besser als der andere zu sein. Dabei suchen sie den großen Trick, um den anderen endgültig zu schlagen.

Sehen Sie auch genau zu?


Denn mit diesen Worten beginnt der Film, und weist den Zuschauer direkt darauf hin, genau hinzusehen. Und das solltest Du auch tun. The Prestige ist nämlich nicht nur ein Film, es ist ein Zaubertrick. Von da an, wo man in den Sachverhalt eingeführt wird, beginnt bereits der Zauber. Der Film führt den Zuseher von der angenehmen Exposition an (das Thema!), hin zum Effekt, um dann das große Prestigio zu enthüllen. Aber dazu später mehr. Nachdem man das anfängliche 20. Jahrhundert des authentischen Londons kennenlernt, wo gerade mal Strom funktioniert und man sich noch mit Kutschen fortbewegt, zieht der Film einen direkt in seinen Bann. Denn durch den innovativen und äußerst komplexen Plot mit den zwei Magiern und den gut durchdachten Dialogen, wird über die ganze Handlung hin ein erstklassiger Spannungsbogen gesponnen, der in keiner einzigen Minute langweilig wirkt, da er mit seinen ruhigen, sowie spannungsreichen Momenten und den unerwarteten Wendungen glänzt. Außerdem werden viele Themen angesprochen, wie Glück, Freundschaft, Liebe, Neid, Hass und Besessenheit. Jedoch hat das Ende des Films (das Prestigio!) sehr viel mit Ansichtssache zu tun, wodurch es bei mir den Eindruck hinterlassen hat, dass das Ende etwas an den Haaren herbeigezogen wirkt.

Aber auch der technische Aspekt wirkt authentisch und atmosphärisch. Wie bereits erwähnt, macht das London aus dem 20. Jahrhundert einen glaubwürdigen Eindruck. Nicht nur die hervorragenden Kostüme, sondern auch die ausgezeichnete Auswahl der musikalischen Untermalung, tut einiges der Atmosphäre bei. Auch der Soundtrack ist treffend gewählt worden und hat einen leicht mystischen Touch, der perfekt in das Setting des alten Londons passt (ein Link zur Playlist findest Du am Ende dieser Kritik). Die Kameraarbeit und der Schnitt fallen ebenfalls positiv aus, da man tolle, vielsagende Bilder auffängt, mitsamt der wenigen Landschaftsaufnahmen, die kombiniert mit dem angenehmen Schnitt, einen zauberhaften Eindruck hinterlässt. Mit der Darstellung der Schauplätze wurde sich anscheinend reichlich Mühe gegeben, da sie voller Details gespickt sind.

Der Cast des Films ist insgesamt ziemlich stark und mit voller Stars besetzt. Denn mit Christian Bale, Hugh Jackman, Michael Caine, Scarlett Johansson, Andy Serkis und David Bowie () kann man doch nichts falsch machen, oder? Dieser Film zumindest nicht. Jeder spielt seine Rolle äußerst überzeugend, aber vor allem Christian Bale, Hugh Jackman und Michael Caine waren einfach grandios. Als gutes Beispiel nenne ich hier mal als Hugh Jackman versucht, sein betrunkenes Double nachzustellen oder das überragende Mienenspiel zwischen Christian Bale und Hugh Jackman. Der restliche Cast hat sehr gut gespielt. Die Figuren, insbesondere Robert Angier und Alfred Borden, haben über den Film hin eine tolle Charakterentwicklung gemacht. Während Alfred Borden augenscheinlich ein glückliches Familienleben besitzt und sein Ding durchziehen will, ist Robert Angier total verbissen. neidisch und besessen davon, den großen Trick von Alfred herauszufinden. Die Charakterentwicklung will ich jetzt aber nicht weiter erläutern, da es doch etwas vom Film nehmen würde.

Fazit


Jedenfalls ist The Prestige ein komplexer und detailreicher Film, der meiner Meinung nach, zu (unrecht!) unbekannt ist. Empfehlenswert wäre es, sich den Film zwei- oder dreimal anzusehen, um ihn zu verstehen. Der Film punktet nicht nur bei der Handlung, sondern auch im technischen, sowie dem schauspielerischen Aspekt. Mit diesem Film wurde Christian Bale zu einer meiner vielen Lieblingsschauspieler, der auch schon in der "The Dark Knight" Trilogie grandios gespielt hat. Lediglich für das Ende gibt es ein paar Abzüge, das jedoch Ansichtssache bleibt. Die kurze Fassung: Christopher Nolan liefert uns hier ein kleines Meisterwerk, weshalb The Prestige auch 9,5/10 Punkten von mir erhält. Deshalb kann ich jeden diesen Film empfehlen, der auf komplexe Handlungen steht, sowie ein Fan des Drama- oder Thriller-Genres ist. 

Hier ist der Link zur OST-Playlist für The Prestige: https://www.youtube.com/playlist?list=PLA1ECD00783D8B76A

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Mittwoch, 2. März 2016

Vorstellung + Meine Faszination für Filme

Das bin ich!


Vorstellung

Hey Du! Mein Name ist Roy, bin 16 Jahre alt und komme aus dem Süden Österreichs. Derzeit besuche ich eine höhere Schule. Genauer gesagt, eine HTL. Aber diese Information sollte eigentlich irrelevant sein. Meine Hobbys sind eigentlich ziemlich einfach und überschaubar. Ich bin großer Fanatiker von Filmen, Serien, Videospiele und Bücher, weshalb ich mich hier angemeldet habe, um diese zu kritisieren. Ebenfalls bin ich ein begeisterter Sammler aller möglichen Figuren und Collector's Editions. Zusätzlich interessiere ich mich noch für das Reisen, welches ich jedoch bisher noch nicht so richtig ausführen konnte bezüglich meiner schulischen Laufbahn. Jetzt weißt du wer ich bin, aber wer bist Du?

Meine Faszination für Filme

Diesen Text werde ich nun jeder Kategorie entsprechend anpassen, denn ich will Dir ja auch erklären, wie ich die Faszination zum jeweiligen Medium überhaupt entdeckt habe. Ich gehe einfach mal ins Jahr 2003 zurück, wo ich gerade mal vier Jahre alt war. In diesem Jahr erschien nämlich der Film "Findet Nemo" aus dem Hause von Pixar. 

Findet Nemo war zu diesem Zeitpunkt mein allererster Film, den ich je in meinem Leben gesehen habe und war von Grund auf begeistert. In den darauffolgenden Jahren ging ich aber eher selten ins Kino oder sah überhaupt wenig Filme, und wenn ich mal dort war/oder einen gesehen habe, dann war es doch meistens im Stile von Zeichentrickfilmen. Dies hatte sich bis zu meinem 13. Lebensjahr nicht geändert, bis ich eines Tages die berühmte Filmtrilogie "Herr der Ringe" gesehen habe. An den zwei Tagen, als ich die Filme sah, bemerkte ich erneut meine Faszination für Filme. Seitdem ist Herr der Ringe in meiner Liste meiner Lieblingsfilme, obwohl die wichtigen Szenen rundum die Person "Tom Bombadil" fehlen. Aber egal, genug geschwärmt/kritisiert.


Bis zum nächsten Jahr habe ich zwar schon mehrere Filme gesehen, jedoch war es immer noch nicht so weit, dass ich wirklich regelmäßig Filme gesehen habe, geschweige denn, überhaupt mal ins Kino ging. Der Grund dafür lag eigentlich bei zwei Punkten:

1) Ich hatte wohl kaum Geld um mir andauernd neue Filme zu leisten, da ich heute bis auf normales Taschengeld immer noch nichts Verdiene.

2) Unser Kino hatte vor Jahren dicht gemacht und das nächstgelegene Kino ist zu weit weg, wenn man keine Möglichkeit hat, um mit einem Auto dorthin zu gelangen.

Jedoch kaufe ich mir nun seit Mitte 2015 regelmäßig Filme auf DVD oder Blu-Ray, egal ob einzeln oder mal in einem riesigem Paket. Ich wollte meinem Hobby, welches ich für mich neu entdeckt habe einfach mehr Aufmerksamkeit schenken, was keine schlechte Entscheidung war (und nein, diverse Seiten die im Internet die Filme illegal anbieten sind nicht toll!).


Was will ich hier auf Blogspot?

Ich komme mal auf den Aspekt zurück, welchen ich im Abschnitt der Vorstellung bereits etwas Angesprochen habe, nämlich die Schule. Ich merke bereits seit geraumer Zeit, dass mir die Schule, die ich besuche, keinen Spaß mehr macht und ich mich schon seit längerer Zeit für andere Sachen interessiere. Ich habe zwar noch nicht mal mein Abi/Matura, aber möchte in ferner Zukunft studieren. Diese Zweige, welche ich studieren möchte haben in entfernter Weise auch etwas mit dem Bloggen zu tun. Ich möchte nämlich in den kommenden Jahren entweder "Journalismus" oder "Filmwissenschaften" studieren. Diese zwei Bereiche sind Sachen, die mich ungeheuerlich interessieren. Deshalb starte ich einen Versuch zu Bloggen/Kritiken zu schreiben. Die bisherigen Bereiche, decken sich mit den oben genannten Hobbys ab (Filme, Serien, Videospiele und Bücher). Formate habe ich mir ebenfalls bereits ausgesucht. Einerseits wird es Kritiken geben, andererseits wird es auch mal etwas Anderes geben, wie Top-Listen und so weiter. Ebenfalls, werde ich hier auch hin und wieder mal Abseits meiner Hobbys etwas Bloggen, was aber durchaus etwas Seltener vorkommen kann.

Social Media

Die Social Media Links werde ich ebenfalls immer zum Abschluss eines Beitrags hier reinsetzen.

Zum Blog über Bücher: http://roysbuchkritik.blogspot.co.at/
Zum Blog über Videospiele: http://roysspielkritik.blogspot.co.at/

Du kannst mir auch Fragen oder Antworten hier hin schicken: Roy.Blogspot@gmx.at

Schlusswort

Ein Bild von mir persönlich werde ich hier mal nicht dazugeben, denn ich will meine Anonymität hier im Internet ja immerhin bewahren, oder nicht? Konstruktive Kritik und Feedback ist immer gerne gesehen. Egal ob in der Kommentarfunktion von Blogspot oder an die betreffende E-Mail von oben. Mich würde es auch freuen, wenn Du auch mal meine anderen Blogs abcheckst.

Dann wünsche ich Dir noch einen schönen, restlichen Tag und bis zum nächsten Mal,
Euer Roy.