Sonntag, 27. März 2016

THE PRESTIGE - Kritik (2016)

Herzlich willkommen bei meiner ersten Filmkritik! Heute stelle ich Dir den Film "Prestige - Meister der Magie" vor. Aber bevor ich anfange, kannst Du dir hier den Trailer ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=o4gHCmTQDVI

Informationen zum Film


Die Erstausstrahlung von The Prestige erfolgte am 20. Oktober 2006 in den USA. Bei uns zulande war der Film ab dem 4. Januar 2007 zu sehen. Der Film basiert auf den Roman "Das Kabinett des Magiers" (1995) von Christopher Priest. Der Regisseur des Films ist Christopher Nolan, und das Genre ist eine Mischung aus Drama und Thriller. Die Verleiher des Films sind Touchstone Pictures und Warner Bros. Mit einem Budget von 40 Millionen Dollar wurde The Prestige produziert, und hat schon am Startwochenende in den USA einen Umsatz von 15 Millionen Dollar erzielt. Der Gesamtumsatz beläuft sich auf ungefähr 109,7 Millionen Dollar. Hauptsächlich wurde der Film in den USA und in Großbritannien gedreht. Die Gesamtlänge des Films beträgt 130 Minuten und bekam von der FSK eine Freigabe ab 12.

Die Handlung


Es geht um die zwei Zauberkünstler Alfred Borden [Christian Bale] und Robert Angier [Hugh Jackman], die gemeinsam unter der Leitung von Cutter [Michael Caine] zusammenarbeiten. Jedoch geschieht ein Unglück mit der Geliebten von Robert, wofür Alfred die Schuld trägt. Seit jeher sind sie verbissene Rivalen, die besessen davon sind, besser als der andere zu sein. Dabei suchen sie den großen Trick, um den anderen endgültig zu schlagen.

Sehen Sie auch genau zu?


Denn mit diesen Worten beginnt der Film, und weist den Zuschauer direkt darauf hin, genau hinzusehen. Und das solltest Du auch tun. The Prestige ist nämlich nicht nur ein Film, es ist ein Zaubertrick. Von da an, wo man in den Sachverhalt eingeführt wird, beginnt bereits der Zauber. Der Film führt den Zuseher von der angenehmen Exposition an (das Thema!), hin zum Effekt, um dann das große Prestigio zu enthüllen. Aber dazu später mehr. Nachdem man das anfängliche 20. Jahrhundert des authentischen Londons kennenlernt, wo gerade mal Strom funktioniert und man sich noch mit Kutschen fortbewegt, zieht der Film einen direkt in seinen Bann. Denn durch den innovativen und äußerst komplexen Plot mit den zwei Magiern und den gut durchdachten Dialogen, wird über die ganze Handlung hin ein erstklassiger Spannungsbogen gesponnen, der in keiner einzigen Minute langweilig wirkt, da er mit seinen ruhigen, sowie spannungsreichen Momenten und den unerwarteten Wendungen glänzt. Außerdem werden viele Themen angesprochen, wie Glück, Freundschaft, Liebe, Neid, Hass und Besessenheit. Jedoch hat das Ende des Films (das Prestigio!) sehr viel mit Ansichtssache zu tun, wodurch es bei mir den Eindruck hinterlassen hat, dass das Ende etwas an den Haaren herbeigezogen wirkt.

Aber auch der technische Aspekt wirkt authentisch und atmosphärisch. Wie bereits erwähnt, macht das London aus dem 20. Jahrhundert einen glaubwürdigen Eindruck. Nicht nur die hervorragenden Kostüme, sondern auch die ausgezeichnete Auswahl der musikalischen Untermalung, tut einiges der Atmosphäre bei. Auch der Soundtrack ist treffend gewählt worden und hat einen leicht mystischen Touch, der perfekt in das Setting des alten Londons passt (ein Link zur Playlist findest Du am Ende dieser Kritik). Die Kameraarbeit und der Schnitt fallen ebenfalls positiv aus, da man tolle, vielsagende Bilder auffängt, mitsamt der wenigen Landschaftsaufnahmen, die kombiniert mit dem angenehmen Schnitt, einen zauberhaften Eindruck hinterlässt. Mit der Darstellung der Schauplätze wurde sich anscheinend reichlich Mühe gegeben, da sie voller Details gespickt sind.

Der Cast des Films ist insgesamt ziemlich stark und mit voller Stars besetzt. Denn mit Christian Bale, Hugh Jackman, Michael Caine, Scarlett Johansson, Andy Serkis und David Bowie () kann man doch nichts falsch machen, oder? Dieser Film zumindest nicht. Jeder spielt seine Rolle äußerst überzeugend, aber vor allem Christian Bale, Hugh Jackman und Michael Caine waren einfach grandios. Als gutes Beispiel nenne ich hier mal als Hugh Jackman versucht, sein betrunkenes Double nachzustellen oder das überragende Mienenspiel zwischen Christian Bale und Hugh Jackman. Der restliche Cast hat sehr gut gespielt. Die Figuren, insbesondere Robert Angier und Alfred Borden, haben über den Film hin eine tolle Charakterentwicklung gemacht. Während Alfred Borden augenscheinlich ein glückliches Familienleben besitzt und sein Ding durchziehen will, ist Robert Angier total verbissen. neidisch und besessen davon, den großen Trick von Alfred herauszufinden. Die Charakterentwicklung will ich jetzt aber nicht weiter erläutern, da es doch etwas vom Film nehmen würde.

Fazit


Jedenfalls ist The Prestige ein komplexer und detailreicher Film, der meiner Meinung nach, zu (unrecht!) unbekannt ist. Empfehlenswert wäre es, sich den Film zwei- oder dreimal anzusehen, um ihn zu verstehen. Der Film punktet nicht nur bei der Handlung, sondern auch im technischen, sowie dem schauspielerischen Aspekt. Mit diesem Film wurde Christian Bale zu einer meiner vielen Lieblingsschauspieler, der auch schon in der "The Dark Knight" Trilogie grandios gespielt hat. Lediglich für das Ende gibt es ein paar Abzüge, das jedoch Ansichtssache bleibt. Die kurze Fassung: Christopher Nolan liefert uns hier ein kleines Meisterwerk, weshalb The Prestige auch 9,5/10 Punkten von mir erhält. Deshalb kann ich jeden diesen Film empfehlen, der auf komplexe Handlungen steht, sowie ein Fan des Drama- oder Thriller-Genres ist. 

Hier ist der Link zur OST-Playlist für The Prestige: https://www.youtube.com/playlist?list=PLA1ECD00783D8B76A

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